Schufa

Die Schufa im Bereich Kredite

Wer einen Kredit aufgenommen hat, kennt den Passus über die Schufa- Auskunft. Doch was ist die Schufa und warum ist die Schufa- Auskunft für Kreditinstitute wichtig?

Schufa ist eine Abkürzung und steht für die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, deren Sitz in Wiesbaden ist. Gegründet wurde sie als unabhängige Einrichtung bereits 1927 in Berlin.
Zurückzuführen ist ihre Gründung auf eine Idee eines jungen Berliner Unternehmens, das damals Strom erzeugte und verteilte. Außerdem konnten die Berliner bei diesem Unternehmen elektrische Geräte, wie zum Beispiel Staubsauger oder Kühlschränke auf Raten kaufen.
Wer gewissenhaft und pünktlich seinen Strom bezahlte, wurde auf eine sogenannte Positivliste gesetzt und war damit bei einem gepanten Ratenkauf klar im Vorteil.
Da sich diese Idee bewährte, wurde sie mit der Schufa im großen Rahmen umgesetzt. Schon zwei Jahre später berichtete die Börsenzeitung Berlins von mehr als einer Million Karteikarten bei der Schufa. Zügig nacheinander wurden weitere Schufa- Gesellschaften gegründet.
Im Jahre 1952 gründeten alle existierenden 13 Schufa- Gesellschaften die BUNDES-SCHUFA e.V., die dann im Jahre 1957 ihren Hauptsitz nach Wiesbaden verlegte.
In den folgenden Jahren kletterte die Anzahl der Auskünfte in Millionenhöhe.
Mit der Einführung von Computern stellte auch die Schufa ihre Karteien auf die elektronische Datenerfassung um. Damit wurde ein Gesetz zum Schutze dieser Daten notwendig, das dann bereits 1978 in Kraft trat.
Im Jahre 2000 wurden die Regionalgesellschaften und die BUNDES-SCHUFA e.V. zur SCHUFA Holding AG verschmolzen. Die Struktur dieser neuen Organisation ist kunden- und serviceorientiert.

Sinn und Zweck der Schufa ist zum einen die Absicherung ihrer Vertragspartner vor Kreditausfällen und zum anderen will die Schufa den Verbraucher vor einer Überschuldung schützen.
Da die Schufa nicht allein die Daten der Kunden ermittelt, müssen die Banken und die anderen Vertragspartner Daten über ihre Kunden liefern. Hierzu bedarf es der Einwilligung des Kunden. Liegt diese vor, speichert die Schufa nicht nur den Namen, das Geburtsdatum und die aktuellen und früheren Anschriften. Es werden auch Daten über Geschäftsbeziehungen auch Daten über Aufnahme und vertragsgemäße Abwicklung von Geschäftsbeziehungen sowie Daten über nichtvertragsgemäßes Verhalten und gerichtliche Vollstreckungsmaßnahmen gespeichert.
Aktuelle Geschäftsbeziehungen sind zum Beispiel Kreditverträge, die Eröffnung eines Girokontos aber auch die Kundenkonten bei Versandhandelsunternehmen.

Hat ein Kunde alle offenen Forderungen erfüllt, werden seine Daten nach drei Jahren aus dem Verzeichnis gelöscht.

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