Stiftung Warentest bemängelt Anlageberatung
Aufgrund der Finanzkrise ist das Misstrauen gegenüber Banken stetig gewachsen und insbesondere bei Privatanlegern ist das Vertrauen in die Institute inzwischen stark gesunken. Das Ergebnis der nun veröffentlichten Analyse von Stiftung Warentest ist dabei der Tropfen auf den heißen Stein. Denn untersucht wurden Banken und deren Anlageberatung, die in keinem der getesteten Fälle positiv ausfiel.
Gerade die richtige Ermittlung des Kundestatus wurde von Stiftung Warentest kritisiert, da keine adiquaten Informationen dem Kunden übermittelt wurde. So wurde in ein Drittel der Fälle nicht nach Vermögen nachgefragt und zwei Drittel der Banken wollten nicht die Höhe des Einkommens wissen. Gleich zwei Institute bekamen in diesem Segment von Stiftung Warentest die Note “mangelhaft”.
Stephan Kühnlenz, Abteilungsleiter der Finanzdienstleistung von Stiftung Warentest, sieht den Grund in der falschen Beratung einerseits in den unterschiedlichen Ansichten der Berater und anderseits spielt auch die Provision eine entscheidende Rolle. Daraus resultiert dann ein falsches Produkt, was dem Kunden verkauft wird.
Es ist nicht das erste Mal für Banken, dass sie schlechte Bewertungen erhalten. Doch nach Meinung von Stephan Kühnlenz scheinen die Institute keine Resonanz daraus zu ziehen. Denn beim Ergebnis von Stiftung Warentest bekam die beste Beratung gerade mal die Note “befriedigend”. Nun aber müssen Banken ab 2010 alle Beratungsgespräche dokumentieren. Dies wird eventuell die Beratung für Kunden transparenter gestalten.

