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In Niedrigzinsphasen sind Cap-Darlehen hoch im Kurs

Autor: Kredit Redakteurin - veröffentlicht am 04-02-2010

Unter Bauherren ist das normale Darlehen mit Zinsfestschreibung sicher am bekanntesten. Hier wird der Zinssatz über einen langen Zeitraum, meist über einige Jahre, festgelegt. Anders ist das beim Cap-Darlehen. Bei dieser Immobilienfinanzierung ist der Zinssatz variabel und kann grundsätzlich angepasst werden. Er wird meist nur über einige Monate vereinbart und dann den aktuellen Marktzinsen angepasst.

Das ist gerade in Niedrigzinsphasen interessant. Denn diese kann man sich so sichern und der eingebaute Cap schützt vor bösen Überraschungen. Mit dem eingebauten „Deckel“ ist die Finanzierung dieses Darlehens auch bei Zinserhöhungen abgesichert. Genau wird der Cap als vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze definiert. Das heißt also, dass auch bei steigenden Zinsen der festgelegte Zinssatz nicht überschritten werden kann.Unter Fachleuten wird das Cap Darlehen auch als gedeckeltes Darlehen bezeichnet. Denn durch die festgelegte Obergrenze des Zinssatzes „dem Deckel“ ist der Bauherr auf der sicheren Seite und profitiert bei stark ansteigenden Zinsen von dem vereinbarten Cap. Ist zum Beispiel ein Cap von 4,5 Prozent vereinbart und die aktuellen Zinsen sollten aber auf zum Beispiel 7,5 Prozent steigen, so muss der Darlehensnehmer nicht mehr als 4,5 Prozent an Zinsen bezahlen.

Niemand kann die Zinsentwicklung genau vorhersehen. Daher ist die Art des Darlehens sicher und überschaubar. Die Begrenzung des Zinsrisikos lässt sich die Bank allerdings mit einer Cap-Prämie bezahlen. Trotz allem kann sich das Cap-Darlehen lohnen, denn die Zinsen orientieren sich am 3 Monats Euribor. Dieser liegt in den ersten Februartagen 2010 bei 0,66 Prozent. Nimmt man dann noch eine Cap-Prämie von 1 Prozent kann, kommt für eine kurze Laufzeit auf sehr günstige Konditionen. Denn je nach Bank kann man jetzt einen variablen Kredit bis zu 2,5 Prozent bekommen. Angepasst wird der Zinssatz des Cap-Darlehens dem Euribor einmal im Monat, alle drei Monate, oder aber alle 6 Monate. Auch sinkende Zinsen werden übrigens an den Kreditnehmer weitergereicht, wovon dieser dann noch mal profitieren kann. Natürlich besteht auch die Möglichkeit eine Umwandlung in einen Festzinskredit.




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