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Glücklich verheiratet – doch trotzdem auf die Finanzen achten

Autor: Kredit Redakteurin - veröffentlicht am 05-01-2010

Eigentlich schließt man den Bund fürs Leben, um für immer und ewig zusammenzubleiben. Doch was, wenn aus diesem Traum ein Albtraum wird. Jährlich lassen sich in Deutschland 200 000 Paare scheiden und viele von ihnen schlittern ins finanzielle Abseits. Das lässt sich verhindern, wenn man auch nach der Heirat die Finanzen im Auge behält und objektiv daran denkt, was passieren kann, wenn es doch mal zur Trennung kommen sollte.

Experten raten zur Vorsorge. So sollte jeder Partner ein eigenes Gehaltskonto haben, wenn beide berufstätig sind. Um gemeinsame Ausgaben, wie Miete, Einkäufe und Urlaub zu bestreiten, wird zu einem gemeinsamen Konto Geraten, auf das jeder Partner per Dauerauftrag monatlich eine gewisse Summe überweist. Zu bedenken ist auch, dass beim Hausbau jeder Partner für die Rückzahlung des aufgenommenen Kredites haftet. Und das für die volle Summe und nicht nur für die Hälfte.

Vorausgesetzt es haben beide den Kredit aufgenommen. Das Gleiche gilt auch für Dispokredite auf dem gemeinsamen Girokonto, über das beide verfügen dürfen. Auch hier haftet jeder Partner für den gesamten Dispo und nicht nur für die Hälfte. Oftmals wird von den Banken bei Aufnahme eines Kredits auch die Unterschrift des Partners als Sicherheit verlangt. Das kann bei einer Trennung ins Auge gehen. Denn kann der Kreditnehmer die Raten nicht mehr zahlen wird der Bürge, also der Partner, in die Pflicht genommen. Wurde die Haftungsbeschränkung außer Acht gelassen und nicht vereinbart wird es also teuer und kann für den Betroffenen den finanziellen Bankrott bedeuten. Die Bank kann dann nämlich vom Bürgen die volle Summe zuzüglich Zinsen einfordern. Natürlich gehen Paare, die vor den Traualtar treten nicht von einer späteren Trennung aus. Doch die Zahlen sprechen für sich. Von 390 000 geschlossenen Ehen jährlich scheitern ca. die Hälfte. Da kann es sich später auszahlen, wenn die Tipps der Experten beachtet wurden.

Nach der Heirat ist aber nicht nur an Konto und die Haftung für eventuelle Kreditverträge zu denken, sondern auch an die Vorsorge. Um für das Alter richtig abgesichert zu sein, lohnt es sich, sich über die Riester-Rente zu informieren, die mit Zulagen und Steuervorteilen gefördert wird. Auch eine Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung sollte in Betracht gezogen werden.




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